Tauchen im Great Astrolabe Reef

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Wo: Ostküste Kadavus

Wie hinkommen: Tauchbasis vor Ort

Für wen: Tauchurlauber

Auf etwa 96 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu einem Kilometer erstreckt sich das Great Astrolabe Reef entlang der Ostküste Kadavus und zehn kleiner angrenzender Inseln, von denen die größte Ono Island mit 30 km² ist. Das bei Taucher aufgrund seiner Artenvielfalt extrem beliebte Riff wurde vom französischen Entdecker Dumont D`Urville nach seinem Schiff L`Astrolabe benannt, mit dem er hier 1827 beinahe auf Grund lief. Während die maximal 20 Meter Tiefe Lagune zwischen Riff und Insel bestens für Anfänger und Schnorchler geeignet ist, bietet das Riff selbst zahlreiche Highlights für erfahrende Taucher bei fantastischen Sichtweiten bis zu 90 Metern.

Hier im viertgrößten Barriereriff der Welt herrscht eine riesige Artenvielfalt vor: Die großen Hartkorallen-Bänke und Weichkorallen-Bommies ziehen Mantas, Riffhaie, Zackenbarsche, Tunfisch, Marlin und eine Vielzahl an bunten Rifffischen an.Zudem warten Höhlen, Bögen und Drop-Offs der Extraklasse hier. Vor Ort gibt es einige ausgezeichnete Tauchresorts, die als Basis für die Erkundung des Astrolabe Reefs bestens geeignet sind, so z.B. das Matava Eco Resort und das Papageno Resort auf Kadavu oder das Mai Dive Resort und das Oneta Resort auf Ono Island. Von allen Unterkünften erreicht man mit den hauseigenen PADI Centern das Riff in wenigen Minuten Bootsfahrt.

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Die 4 besten Tauchspots im Great Astrolabe Reef

Das Riff lässt sich tauchtechnisch in zwei Teile aufteilen: der nördliche Teil in Form einer Acht an der Ostspitze Kadavus und weiter zu den Insel besteht vor allem aus Hartkorallen und zieht viel Großfisch an. Hier ist die Unterwasserwelt sehr wild, getaucht wird im open water, verschiedenste Felsformationen gestalten eine atemberaubende Unterwasserlandschaft. Der südliche Teil des Riffs bis hin zum Galoa Harbour ist von fünf Passagen mit dauerhaften Strömungen durchbrochen, die viele Nährstoffe zu den dortigen Softkorallenbänken und ihren Bewohnern bringen. Diese Region ist leichter zu betauchen. Diese vier Tauchspots sollten Sie nicht auslassen:

» Alacrity Rocks
Ein Traum für alle Höhlentaucher ist diese riesige Labyrinth-artige Unterwasserwelt am östlichen Riffende vor Ono Island. Zahlreiche Höhlen, Steinbögen und Kammern können hier erkundet werden. Das Sonnenlicht fällt immer wieder in verschiedensten Winkeln in das Höhlensystem ein, sodass atemberaubende Tauchmomente in dieser einzigartigen Topographie entstehen.

» Eagle Rock
Ein der bekanntesten Tauchspots im Astrolabe Reef begeistert Unterwassersportler mit seinen reich bewachsenen Felsnadeln, riesigen Felsbrocken, steilen Wänden und engen Passagen mit ordentlichen Strömungen. Die Biodiversität ist hier am Riff bei Nacomoto besonders hoch: Intakte Hartkorallen in allen Formen und Farben, Adlerrochen, Red Snapper und Napoleon-Lippfische kreuzen Ihren Weg.

» Seafan Alley
Wie der Name bereits sagt, werden Taucher an diesem Spot ganz am westlichen Ende des Riffs auf Höhe des Mount Washington auf eine Vielzahl an Gorgonienfächern treffen. Die lustigen Weichkorallen in grün und gold sind der Lebensraum für viele bunte Rifffische wie Clownfische, Papageienfische und Kaiserfische. Auch Meeresschlangen, Schildkröten, Barrakudas und der gelegentliche Besuch von Hammerhaien sind hier zu erwarten.

» Naiqoro Passage
Die Naiqoro Passage liegt etwas nördlich des Matava Resorts und ist ausgewiesenes Meeresschutzgebiet. Für Korallenfans ist dieser Tauchgang ein absolutes Muss, aufgrund der teils starken Strömungen ist hier aber zusätzlich besondere Vorsicht geboten. In der Passage überbieten sich Softkorallen und Anemonen mit ihren leuchtenden Farben. Rot, orange, grün und türkis funkelt die Wasserflora um die Wette, dazwischen tummeln sich viele Schnapper- und Lippfisch-Arten sowie der eindrucksvolle gefleckte Riesenzackenbarsch. Fotomotive en masse!

Extratipps: Tauchen in Kadavu außerhalb des Astrolabe Reefs

» Pacific Voyager im Rooper Reef
Die Pacific Voyager ist ein 1994 gesunkener, 63 Meter langer Tanker, hier kann man den einzigen Wracktauchgang vor Kadavu unternehmen. Das gesunkene Schiff liegt im sogenannten Rooper Reef in 30 Metern Tiefe auf der Nordseite Kadavus nahe des Papageno Resorts. Auf dem künstlichen Riff haben viele Wirbellose und Mollusken wie Schnecken, Shrimps, Schwämme und Muscheln ihre Heimat gefunden. Vor allem für Makrofotografen und Wracktaucher lohnt sich ein Abstecher weg vom Astrolabe Reef auf die andere Seite Kadavus.

» Manta Reef
Das Manta Reef befindet sich an der südlichen Außenseite das Astrolabe Reef und stellt eine Putzer- und Fütterungsstation für Mantas dar. Hier hat man quasi täglich die Garantie mehreren unterschiedlichen Manta-Arten zu begegnen und auf Tuchfühlung zu gehen. Vom Matava Resort ist das Riff etwa 40 Bootsminuten entfernt. Neben riesigen Mantas mit einer Spannweite von mehreren Metern kann man hier auch Fusilier- und Doktorfisch-Schulen, Makrelen und Tunfisch sichten.

© Bilder: Astrolabe Reef & Blick auf Astrolabe Reef / Shutterstock