Waitavala Naturrutsche & Datumsgrenze in Waiyevo

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Wo: Westküste Taveunis

Wie hinkommen: Mietwagen oder Taxi

Für wen: Wasserratten & Entdecker

Sie planen einen relaxten Tagesausflug in den Westen der Insel ohne anstrengende Wanderungen und viel Fahrerei? Unser Vorschlag: Ein Besuch der Datumsgrenze inWaiyevo mit anschließendem Rutschvergnügen in Waitavala!

Was Greenwich in London mit seinem Nullmeridian ist, ist auf der exakt anderen Seite des Globus das Dörfchen Waiyevo mit dem 180-Grad-Meridian. Schon Umberto Eco spielte mit dem Bild der gleichzeitigen Vergangenheit und Zukunft in seinem Roman „Die Insel des vorigen Tages“, der auf Taveuni spielt, denn die Insel wartet mit einer ganz besonderen Lage mitten auf dem 180. Längengrad auf. Dementsprechend kann man hier mit zwei Beinen zeitgleich in zwei Tagen sein. Wer im „Heute“ und im „Gestern“ gleichzeitig stehen möchte, fährt ins Dorf Waiyevo, denn genau hier, nur wenige Meter von der West Coast Road entfernt, teilt der 180-Grad-Meridian die Insel in Ost und West. Teilte – um genau zu sein, denn: damit die Fijianer nicht in zwei unterschiedlichen Zeitzonen leben müssen, wurde die Datumsgrenze bereits 1879 etwas nach Osten verschoben, damit auf allen Fiji-Inseln das gleiche Datum gilt. Dennoch: geografisch befindet sich der 180. Längengrad exakt in Waiyevo, wo sich auch ein Meridian-Denkmal befindet, das ein perfektes Fotomotiv darstellt.

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Nur etwa drei Kilometer entfernt Richtung Somosomo liegt versteckt ein rauschender Flusslauf im Hinterland, bekannt als Waitavala Natural Waterslides. Hier, nur einen Katzensprung vom kleinen Dorf Waitavala entfernt, verläuft ein tosender Flusslauf in Kaskaden bergab in einen klaren See. Die Steine in der Flussrinne wurden über die Jahre abgeschliffen, sodass die Rinne seit einiger Zeit von Einheimischen als natürliche Wasserrutsche benutzt wird. Diese kostenlose Attraktion ist natürlich auch den Touristen nicht verborgen geblieben und leider schon längst kein Geheimtipp mehr: Ein Ritt auf der ca. 200 Meter lange Strecke ist Adrenalin pur. Durch zahlreiche Stromschnellen rutscht man mit dem eiskalten Flusswasser gen See, immer wieder wird man herumgewirbelt und taucht unter. Ein rasanter Spaß! Wer sich nicht traut, den abenteuerlichen, nicht ganz ungefährlichen Ritt auf dem Fluss selbst anzutreten, sieht einfach den Dorfbewohnern bei ihrem Können zu. Die Profis „surfen“ den Flusslauf mühelos stehend auf den glatten Steinen entlang und machen dabei noch allerlei Kunststückchen. Vorgeschmack gefällig?

© Bilder: Waitavala Rutsche / Shutterstock | Datumsgrenze / Plenz / CC BY-SA 2.5