Labasa – Vanua Levus Hauptstadt

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Wo: im Norden Vanua Levus

Wie hinkommen: Flug, öffentlicher Bus oder Mietwagen

Für wen: Naturliebhaber & Entdecker

Die Hauptstadt Labasa mit knapp 28.000 Einwohnern ist für die Fijianer eine Großstadt, Touristen werden von dem Ort, der praktisch nur aus einer langen Hauptstraße (Nasekula Road) besteht, enttäuscht sein. Labasa liegt im Norden, etwa 10 Kilometer landeinwärts der Küste am gleichnamigen Fluss. In der Stadt selbst gibt es keine sehenswerten Highlights und nur einige einfache Unterkünfte. Aufgrund ihrer Geschichte als zucker- und holzverarbeitende Stadt, wird Labasa vor allem von Fijianern indischer Abstammung bewohnt, deren Vorfahren um die neunzehnhunderter Wende als Arbeiter aus Indien kamen. Wer ausgezeichnete und scharfe Curries probieren möchte, besucht eines der kleinen Restaurants vor Ort, Saris und allerlei bunter Bollywood-Tand wird in den Krämerläden der Stadt verkauft. Quirlig wird es rund um den Municipal Market am östlichen Ende der Stadt, hier gibt es neben Lebensmittel auch Souvenirs, Kleidung und mehr zu kaufen. Neben dem Markt befindet sich auch die Busstation für alle Ausflüge ins Umland und nach Savusavu oder zur Fähre nach Nabouwala.

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Snake Temple

Der Naag Mandir, der mysteriöse Schlangentempel, liegt 12 Kilometer nordöstlich von Labasa. In diesem rot-blau-gelben Tempel steht ein gewaltiger, 3 Meter hoher Stein geformt wie der Kopf einer Kobra, der den Hindu-Schlangengott (Naag) darstellt. Einheimische glauben, dass der Kopf seit den 70er Jahren immer weiterwächst, sodass das Dach, des um den Stein herum erbauten Tempels, bereits viermal angehoben werden musste. Der Tempel ist ein wichtiger religiöser Ort für tausende Hindus auf der Insel, die hier beten und Opfergaben hinterlassen.


  • Wo: Nagigi Road, rechte Seite;
  • Eintritt: Mo-So 06:00-18:00 Uhr;

Waiqele Hot Springs

Ganz in der Nähe eines weiteren Hindu-Tempels, dem Shiu Mandir, befinden sich 14 Kilometer südwestlich von Labasa die heißen Quellen von Waiqele. Bereits die Anfahrt mit dem grün-gelben Waiqele Bus durch das Hinterland lohnt den Weg. Die Quellen sind frei zugänglich, es gibt zwei Pools von unterschiedlicher Temperatur. Vorsicht vor Verbrennungen: Testen Sie die die Wassertemperatur vor dem Bad unbedingt mit der Hand, die Wärme in den Pools schwankt.


  • Wo: 3 Kilometer hinter dem Labasa Airport;

Wasavula Ceremonial Site

Nur wenig außerhalb Labasas im Süden, im Dorf Wasavula liegt dieses wenig erforschte Gelände mit zwei antiken Zeremonienplattformen, auf denen ein großer und zwei kleinere Monolithen stehen. Hier wurden früher antike Götter verehrt und kannibalistische Rituale durchgeführt, was der vatu ni bokola (Enthauptungsstein) vor Ort eindrucksvoll beweist. Fragen Sie im Dorf nach einem Führer, der Ihnen mehr über die Geschichte des Areals erzählt.


  • Wo: Vunimoli Road, Anfahrt am besten mit einem Taxi aus der Stadt;
  • Eintritt: Sevusevu (kleine Aufwartung, am besten in Form von Kava, für das Dorfoberhaupt)

Lambasa Sugar Mill

Zwei Kilometer östlich des Stadtzentrums befindet sich die 1894 eröffnete Zuckerrohr-Fabrik, die einen Großteil der Arbeitsplätze der Region stellt. Von Juni bis Dezember wird hier Zuckerrohr verarbeitet, was man an der eindrucksvollen, teils kilometerlangen Schlange an Traktoren, Pickups und Trucks sehen kann, die ihre Ernte anliefern. Interessierte können sich auf einer Tour durch die Fabrik die Verarbeitung des Zuckerrohrs erklären lassen.


Floating Island Vanaloto

Etwa 40 Kilometer nordöstlich von Labasa zwischen den Orten Wainikoro und Nubu liegt die Kuriosität „Floating Island“ in einem etwa 100 qm² großen Wasserloch (drano). Die Fahrt dorthin ist ein wahres Abenteuer in den wenig besiedelten Norden Vanua Levus, entlang ungepflasterter Straßen und Schlammlöcher. Beim Besuch der Floating Island, die von den Fijianern Vanaloto genannt wird, ist der Weg das Ziel. Es gibt keine genaue Wegbeschreibung, um die Insel zu finden. Am besten Sie fragen im Dorf Nubu nach jemandem, der Sie im Auto begleitet und Ihnen den Weg zum hausgroßen Inselchen zeigen kann. Dorfkinder sind hier immer gerne behilflich, bitte auch das sevusevu für den Dorfvorstand nicht vergessen. Am Ziel angekommen, finden Sie eine dicht bewachsene Insel nahe am Ufer eines kleinen Sees vor, die regelmäßig von einer Seite zum anderen driftet. Um auf die Insel zu gelangen, muss man ein Stück durch das sehr matschige Wasserloch waten, was mit Gummistiefeln oder ohne Schuhe am einfachsten zu bewerkstelligen ist.


Great Sea Reef

Vor der Nordküste Vanua Levus, nur etwa 20 Autominuten von Labasa entfernt, liegt ein Naturparadies für Taucher: das Great Sea Reef. Das auch als Cakaulevu bekannte Riff ist das drittgrößte zusammenhängende Barriereriff der Welt und bietet auf über 200 Kilometern von Udu Point bis Bua eine riesige Vielfalt an Flora und Fauna. So finden Unterwasserenthusiasten hier nicht nur 74% aller bekannten Korallenarten in Fiji, sondern auch 55% aller Rifffisch-Arten der Inseln. Zudem tummeln sich im Great Sea Reef Mantas, Schildkröten, Delfine und Krustentiere. Ein Muss für alle Taucher!


© Bilder: Labasa / Shutterstock | Erntefest Labasa / Behan / CC BY-NC-ND 2.0