Viti Levus Hinterland – Die grüne Seele der Insel

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Wo: je nach Sehenswürdigkeit, siehe Beschreibung unten.

Wie hinkommen: Mietwagen oder geführte Tour

Für wen: Wanderer & Naturliebhaber

Während für Besucher an der Küste Strandurlaub und das Entdecken der größeren fijianischen Städte auf der Tagesordnung steht, dreht sich im Hinterland Viti Levus alles um die grüne Seele der Insel. Im Osten, der regenreichsten Region der Insel, liegen dichte, kaum durchdringbare Regenwälder, während der trockenere Westen mit sanfter, grasbewachsener Hügellandschaft und Savannen punktet. Von der Sun Coast im Norden geht es querfeldein in das gebirgige Herz, wo der Mount Tomanivi, Fijis höchster Berg, auf seine Besteigung wartet.

Vor exotischer Kulisse finden hier im Hinterland vor allem Wander- und Naturfans ein wahres Mekka. In den zahlreichen Nationalparks und Reservaten entdeckt man die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Insel auf Wanderwegen verschiedenster Schwierigkeitsstufen. Dazwischen bleibt an einsamen Wasserfällen und Flussläufen genug Zeit für einen Abkühlung. Aber Achtung: Die Wanderwege in Fiji sind nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Etwas Abenteuerlust sollten Sie unbedingt mitbringen - ebenso wie festes Schuhwerk. Rutschige Steine, enge Trampelpfade und gewagte Klettersteige mit Wurzeln sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Die wichtigsten Highlights, die Sie im Hinterland Viti Levus erwarten, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Koroyanitu National Heritage Park

Koroyanitu ist neben Bouma auf Taveuni der zweite National Heritage Park auf den Fiji Inseln. Startpunkt für Wanderungen ist das Dorf Abaca etwa 14 Kilometer landeinwärts von Lautoka. Hier befindet sich ein kleines Visitor Center in dem Sie Kartenmaterial und Informationen zu den zwei Haupttrails bekommen. Die zwei Strecken in dem 1992 gegründeten Park sind von unterschiedlicher Schwierigkeit: Ein einfacher 2-stündiger Rundwanderweg führt zum 80 Meter hohen Savu-I-One Wasserfall und wieder zurück durch dichten Regenwald bis nach Abaca. Die Halbtages-Wanderung auf dem schwierigeren und teils sehr steilen Batilamu (Sleeping Giant) Track führt bis auf den Gipfel des 1163 Meter hohen, gleichnamigen Berges. Von hier aus hat man einen einzigartigen Ausblick auf die Yasawas und den Garden of the Sleeping Giant.


  • Wo: im Westen Viti Levus, Startpunkt am Dorf Abaca
  • Eintritt: Visitor Center Mo-Sa 08:00-17:00 Uhr;
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Garden of the Sleeping Giant

Nur 12 Kilometer von Nadi entfernt, eine kleine Stichstraße landeinwärts in die Nausori Highlands findet sich auf 20 Hektar Land der Garden of the Sleeping Giant, benannt nach dem Berg an dessen Fuße die Anlage liegt. Das Stückchen Paradies war einst die private Orchideensammlung des amerikanischen Schauspielers Raymond Burr, heute ist dieser Botanische Garten der Extraklasse für alle interessierten Besucher zugänglich. Herzstück sind sicherlich die über 2000 Orchideenarten in allen Farben und Formen, die man entlang unterschiedlichster Trails entdecken kann. Daneben warten eine Fülle anderer Blumen, kleine Teiche mit Picknick-Gelegenheiten, riesige Farne und Regenwald in dieser Oase der Ruhe. Eine geführte Tour ist kostenlos im Eintrittspreis enthalten, der Garten kann aber auch auf eigene Faust im eigenen Tempo begangen werden. Extratipp: In den Monaten Juni und Juli sowie November und Dezember herrscht Blütehochzeit, dann lohnt sich der Besuch ganz besonders.


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Sabeto Hot Springs & Mud Pool

Nach Wandern und Sightseeing eine kleine Spa-Einheit gefällig? Zwischen Nadi und Lautoka auf der gleichen Straße die auch zum Garden of the Sleeping Giant führt, liegen zwei unterschiedliche Mudpools, die eine perfekte Auszeit garantieren. Ein Geschwisterpaar führt die Pools auf dem Boden der Familie, der Sabeto Pool wird von der Schwester, der Tifajek Pool vom Bruder bewirtschaftet.Hier relaxt man in heißen Quellen bis zu 45 Grad, schmiert sich von oben bis unten komplett mit therapeutischem Schlamm ein und kann zudem auch günstige und sehr gute Massagen vor Ort buchen.


Lomolomo Guns

Am Fuße der Sabeto Hills, nur 10 Kilometer vom Nadi Airport entfernt, liegt das kleine Dorf Lomolomo. Von hier aus können Geschichtsinteressierte eine kleine, etwas einstündige Wanderung zu den Lomolomo Guns unternehmen. Die zwei 6 Zoll Artilleriefeuerwaffen wurden im Zweiten Weltkrieg von den Briten dort installiert, um die Nadi Bay zu schützen. Auch der Blick von der Anhöhe über die Zuckerrohrfelder bis hin zu den Yasawas lohnt den Aufstieg.


  • Wo: Beginn des Tracks an der Esivo Road hinter der Holzmühle
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Mount Tomanivi

Im Zentralbereich der Insel dominiert vulkanisches Gestein, hier liegt der mit 1324 Meter höchste Berg der Fiji Insel, der Mount Tomanivi als Teil des Tomanivi Nature Reserve. Die Besteigung ist nicht einfach, Sie sollten ein geübter Wanderer sein, um die 4,5 Kilometer bis zum Gipfel zu bewältigen. Die gesamte Tour dauert etwa fünf bis sechs Stunden und beginnt am kleinen Dorf Navai, wo Sie auch nach einem Guide fragen sollten, der Sie auf den Gipfel begleitet. Die Tour führt auf einem engen Trampelpfad, oft steinig und matschig, durch dichten Regenwald, bevor es auf einen anspruchsvollen Grat geht, der teils extrem steil metertief abfällt. Nichts für schwache Nerven. Extra-Tipp: Nehmen Sie unbedingt genug Wasser auf die Tour mit. Auf dem Weg gibt es keine Möglichkeit, Trinkwasser zu kaufen, durch Anstrengung und Temperaturen hat man einen sehr hohen Verbrauch.


© Bilder: Koroyanitu National Heritage Park / Rickard Törnblad / CC BY-SA 4.0 | Sabeto Hot Springs / Maksym Kozlenko / CC BY-SA 4.0 | Mount Tomanivi / Michael Coghlan / CC BY-SA 2.0 | Hinterland Überblick / Fiji Tourism | Sleeping Giant / Stu & Lia Photography