Suncoast Fiji – Urlaub mit Sonnenscheingarantie

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Wo: im Westen und Norden Viti Levus

Wie hinkommen: Mietwagen / Hoteltransfer

Für wen: Naturliebhaber, Wassersportler, Kulturinteressierte

Auf etwa 200 Kilometern zwischen Lautoka und Korovou erstreckt sich Fijis Suncoast – wie der Name schon sagt, die Region mit den meisten Sonnenstunden auf Viti Levu. Nur 20 Kilometer nördlich von Nadi beginnt bei Lautoka dieser Küstenstreifen der Insel, den Sie problemlos auf der Hauptstraße, der Kings Road, mit einem Mietwagen selbst befahren können. Die Strecke gilt als „most scenic route“ in ganz Fiji, vorbei an dicht bewachsener grüner Hügellandschaft, Buchten mit glasklarem Wasser und weißem Sandstrand und kleinen, traditionellen Dörfern. Der Himmel ist fast ganzjährig blau, nur selten schiebt sich ein Wölkchen vor die Sonne.

Hier an der Suncoast ist es weniger touristisch als im Süden an der Korallenküste oder rund um Pacific Harbour. Von hier aus starten viele Wander- und Trekkingtouren ins bergige Hinterland und an der Küste hat sich ein Spot für Wassersportler formiert. Wichtigster Anlaufpunkt dabei ist die Umgebung rund um die Halbinsel Volivoli im Norden, die umgeben von drei kleinen Inseln (Malake, Nananu-I-Ra & Nananu-I-Cake) ist und von der aus man neben Sporttauchen auch Kitesurfen oder Hochseefischen betreiben kann. Alle Highlights an diesem sonnigen Küstenabschnitt Viti Levus haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt. Viel Spass beim Entdecken der Suncoast!

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Lautoka Municipal Market

Lautoka ist mit 73.000 Einwohnern nach Suva und Nasinu die drittgrößte Stadt der Fiji Inseln. Hier dreht sich alles um die Zuckerrohr- und Rumindustrie, denn im Hinterland erstecken sich kilometerlange Zuckerrohrfelder. Die dort ansässige größte Zuckerraffinerie der Südhalbkugel kann leider nicht (bzw. nur auf Nachfrage) besichtigt werden, auch sonst bietet das Städtchen – neben dem Botanischen Garten in der Tavewa Avenue mit seinen Orchideen - nur wenig Sehenswertes. Ein Highlight möchten wir aber dennoch hervorheben: den Markt in Lautoka. Dieser gilt als schönster, größter und vielfältigster der gesamten Inseln. Die geräumige und weitläufige Markthalle macht das Flanieren zu einem Vergnügen, das Angebot ist reichhaltig und preislich fair. Neben exotischem Obst und Gemüse, Gewürzen und Fisch gibt es zahlreiche Handwerksstände die von Keramik über Stoffe bis hin zu Schmuck viel Selbstgemachtes anbieten. Nicht verpassen: Probieren Sie eine Schale frischen Kava (yaqona) – der traditionsreiche Rauschpfeffer wird an vielen Ständen günstig angeboten!


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Navala

Wenn Sie in einem Prospekt über die Fijis ein Dorf abgebildet sehen, können Sie mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es sich dabei um Navala handelt. Das Dorf ist ikonisch für die frühere Architektur und Lebensweise der Fijianer – und das nur aufgrund eines Beschlusses des Dorfrates in den 50er Jahren. Damals entschieden die Bewohner des Dorfes, sich modernen Baumaterialien zu verweigern und alle Schulabgänger anschließend in die traditionelle Bure-Herstellung einzuweisen, damit das Wissen nicht verloren geht. Heute ist Navala das letzte Bure-Dorf der Fijis – und lebt gut davon, denn die traditionellen Steck- und Binde-Häuser aus Holz und Stroh locken zahlreiche kulturell Interessierte Besucher an, die von den Bewohnern des Dorfes auch herzlich begrüßt werden. Hier im Ba-Hochland zwischen den mehr als 200 Bure kommt man richtig zur Ruhe und erlebt Viti Levu von einer ganz neuen Seite. Besonders schön ist es, wenn Sie Navala auf eigenen Faust mit dem Mietwagen besuchen. Sie lernen das Dorfleben und die Bewohner noch besser kennen. Achtung: Eine Besichtigungsgebühr ist normal und wird an den Master Chief des Ortes entrichtet.


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Grab von Udre Udre

Kleiner, skurriler Ausflug gefällig? Dann verpassen Sie nicht das Grab von Häuptling Ratu Udre Udre bei Rakiraki. Das Stammesoberhaupt eines fijianischen Stammes lebte im 19. Jahrhundert und gilt als letzter Kannibale der Fijis. Rund um sein Grabmal stehen 872 Steine, jeder Stein für eine seiner menschlichen Mahlzeiten, die er zu Lebzeiten so gerne verspeist hat. Mit dieser immensen Anzahl hat er es sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft… Besuchen Sie dasGrabmal am besten mit einem Local Guide. Die Fijianer kennen jede Menge merkwürdiger Geschichten rund um ihren Kannibalen.


  • Wo: Rakiraki
  • Eintritt: kostenlos
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Ausflug auf die Insel Nananu-i-Ra

Eine 15-minütige Bootsfahrt von der Suncoast entfernt, liegt das vorgelagerte Inselchen Nananu-i-Ra. Auf 3,5 km² findet man hier ein kleines Paradies, dass jeder romantischen Vorstellung von Südsee gerecht wird: dichte Mangrovenwälder, einsame Sandstrände, sanfte grasbewachsene Hügel und Sonnenscheingarantie fast 365 Tage im Jahr. Perfekt für ein kleines Relax-Getaway zwischendurch. Hier gibt es kein einziges Dorf, nur einige wenige Budget Unterkünfte, die auch für Backpacker sehr interessant sein dürften. Wassersportler finden an der Ostküste der Insel den Lomanisue Strand. Hier herrschen die besten Windsurfing- und Kite-Bedingungen in ganz Fiji. Die Saison dauert von April bis Oktober, dann garantieren konstante Passatwinde ein unvergessliches Sporterlebnis auf dem Wasser. Equipment kann vor Ort gemietet werden, z.B. in der Safari Lodge, die auch Kite- & Surfkurse anbietet.


  • Wo: Insel Nananu-i-Ra vor Volivoli
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Tauchen um Rakiraki

Für Taucher, die die Gewässer vor der Suncoast erkunden möchte, ist die Region um Rakiraki die beste Wahl. Die kleine Halbinsel ganz oben im Norden Viti Levus ist kaum besiedelt, lediglich zwei Resorts mit eigener Tauchbasis liegen hier. Erkundet wird vor allem die als Softkorallenparadies bekannte Region Bligh Water. Doch auch die Wracks der Papuan Explorer und der Ovalau können hier betaucht werden. Zudem haben erfahrene Sporttaucher die Gelegenheit, die ca. 45 Bootsminuten entfernte, sehr eindrucksvolle Vatu-i-Ra Passage zu entdecken, zu der sonst kaum Touren angeboten werden. Tauchanfänger finden in den seichten, strömungsarmen Gewässern rund um die mehrere hundert Meter lange Sandbank vor Volivoli perfekte Bedingungen.


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Saint Francis Xavier Church

An einer kleinen Rechtsabzweigung von der Kings Road zwischen Rakiraki und Barotu liegt, gut versteckt zwischen grünen Hügeln, die Saint Francis Xavier Church. Die katholische Kirche hat auch den Beinamen Church of the Black Christ, denn die Hauptattraktion ist ein großes Triptychon hinter dem Altar in dessen Zentrum ein schwarzer Jesus steht. Dieser wird flankiert zum einen von den nativen Einwohnern Fijis, zum anderen von Indern, die die zweite große Bevölkerungsgruppe auf den Fijis ausmachen. Beide Gruppen sind dargestellt mit den typischen Symbolen ihrer Herkunft. Das Altarbild vom französischen Künstler Jean Charlot gilt als eines der schönsten Kunstwerke in Fiji. Es vereint auf kunstvolle Weise die christliche Religion mit fijianischer Kultur und Traditionen.


  • Wo: Navuibutu
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Snake God Cave

Am nordöstlichen Ende der Suncoast etwas im Hinterland liegt das Örtchen Wailotua am Fuße eines steilen Berges. Hier befindet sich eine der größten Höhlen der Fijis, die Wailotua Snake God Cave. Ihren Namen bekam die Höhle aufgrund eines riesigen Stalaktiten, der wie eine sechs-köpfige Schlange aussieht. Früher Versammlungs- und Zufluchtsort für fijianische Stämme, beherbergt das eindrucksvolle Steingewölbe heute eine riesige Schar an seltenen Blütenfledermäusen. Der Weg durch die Höhle ist ein kleines Abenteuer, Wasser tropft konstant von der Decke, sodass sich kleine Korallen und Schwämme auf den Steinen gebildet haben. Organisieren Sie sich unbedingt einen Guide im Dorf, ohne Einheimischen sollte man die Höhle nicht besichtigen. So gehen Sie auch sicher, dass Sie sich in den Kammern nicht verlaufen.


  • Wo: Wailotua

© Bilder: Zuckerrohr / Tourism Fiji | Markthalle Lautoka / Stefan Heinrich / CC BY-SA 3.0 | Navala / Adobe Stock | Grab Udre Udre / Stemoc / CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication | Nananu-i-Ra / Hermann Luyken / CC BY-SA 3.0 | Bligh Waters / Markus Roth | Stalaktiten / Pixabay | Saint Francis Kirche / fijianhistory.com